Entstanden aus dem Entschluss, sich mit einer besondern Performance an den kulturellen Aktivitäten für Ruhr.2010 zu beteiligen, haben die Künstlerbünde in der Metropole Ruhr in einem Netzwerk ein Zusammenspiel von verschiedenen Künsten an ganz besonderen Orten geschaffen - an "Starken Orten" eben. "Starke Orte" geht zurück auf eine Initiative des bochumerkünstlerbundes, unter dessen Mitgliedern im Sommer 2007 der Entschluss reifte, sich mit einer besonderen Performance für die Teilnahme an den kulturellen Aktivitäten Ruhr 2010 zu bewerben. Der Grundgedanke war, dass im Zusammenspiel verschiedener Künste wie Musik, Tanz, Schauspiel und bildende Kunst ein ganz besonderer Ort bespielt und in seiner Eigenart Teil des Kunstwerkes werden sollte. Schnell stand der Begriff "Starker Ort" im Raum, der, wie etwa die Jahrhunderthalle in Bochum oder dem Malakowturm in Bottrop, durch seine Architektur, Geschichte und Funktion etwas Typisches für Leben, Arbeit und Kultur des Ruhrgebietes repräsentieren musste. In Herne wurde der Luftschutzbunker als "Starker Ort" ausgesucht. Die Vorstellung, dass es im Ruhrgebiet viele solcher "Starker Orte" gibt, ließ den Gedanken entstehen, sich mit Künstlerbünden bzw. -vereinigungen anderer Städte in Verbindung zu setzen, um ein Netz von Orten zu schaffen, an denen Aktivitäten wie die beschriebenen zeitgleich oder zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden könnten. Nach mehreren Treffen mit Vertretern der Vereinigungen wurde beschlossen, ein Gemeinschaftsprojekt mit den schon oben beschriebenen Zielen zu entwickeln und für ihre "Starken Orte" Konzepte für besondere Aktivitäten, Installationen und Performances zu erarbeiten Die Vernetzung der Künstlervereinigungen soll auch über 2010 hinaus Bestand haben mit dem Ziel eines gegenseitigen Erfahrungsaustausches, über Aktivitäten zu informieren und auch in Zukunft an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Neben der Öffnung der Orte ist eine weitere Wirkung des Projekts, dass sich die Künstlervereinigungen der Metropole Ruhr nun gegenseitig einladen und über lokale Grenzen hinaus als Netzwerk aktiv werden. Als „Starke Orte“ wurden folgenden Orte ausgesucht: Dortmund (Phoenixhalle in Hörde, Atelierhaus Westfalenhütte, Historisches Amtshaus in Mengede), Bottrop (Malakowturm), Duisburg (Landschaftspark Nord), Bochum (Jahrhunderthalle, Essen (Scheidt'sche Tuchfabrik in Kettwig), Gelsenkirchen (Solarbunker), Witten (Bundesbahnweichenwerk), Lünen (Lippeauen) , Unna (Ehemaliges Auffanglager Massen) und Herne (Luftschutzbunker in Sodingen).
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